La contraparte

Un interlocutor que no juzga, que te acepta tal cual eres, que te señala cómo vivir a pleno tu potencial: el caballo.

Probiere Aus: Was ist das Männliche für dich?

Überlege dir an dieser Stelle, wie du zum Thema „Druck“ stehst.  Vielfach ist dieses Thema negativ verknüpft, weil Druck oft mit unterdrücken verbunden ist. Wahrer männlicher Druck hat nichts mit Unterdrückung zu tun, denn der Sinn des Druckes ist Sicherheit. Deshalb ist die Energie eines wahren Leithengstes auch so heilend, man spürt, dass er alles aus seiner Art Liebe tut, auch wenn es mal nicht schön aussieht. Ein wahrhaftige Leithengst an einen weichen Kern. Dieses Weiche schwingt in seinen Aktionen immer mit.
Nur die unsicheren Hengste (auch Wallache) wirken hart. Sie setzen auch unnötigen Druck auf, messen sich untereinander manchmal sehr unbeholfen und völlig übertrieben, weil sie einen unsicheren Kern haben. Diese Art von Herdenführung dient aber nicht zum Wohle aller. Diese Hengste (oder Wallache) sind auf Dauer nicht führungsfähig und werden nicht bestehen.  In der Menschenherde ist es genau so.
 
Überlege dir, was für dich das Männliche ist.
Wie hast du das Männliche in deinem Leben erlebt?
Wie erlebst du das Männliche in dir?
Fühlst du dich deiner Kraft sicher? Welcher Typ „Leithengst“ bist du oder möchtest du gar keiner sein?

Genauso wie das Weibliche einen männlichen Kern hat, so hat das Männliche einen weiblichen. Das ist der schwarze Punkt im weissen Yang. Das starke Aussen schützt das weiche Innen. Ist das Aussen wirklich stark und gefestigt, sicher in sich, kann das Weiche im Innen entspannen und Sein. Ist das Aussen nicht stabil und selbstsicher genug, fühlt sich das Weiche im Innen nicht wohl. Das heisst, es wird weggedrängt. Diese Form des Männlichen ist zu hart, kann aggressiv und unterdrückend wirken, weil das Weibliche darin fehlt. 

Das intakte Männliche – also der Leithengst – sorgt für das Wohl und die Sicherheit der Herde. Er ist Beschützer und man weiss um seine Kraft. Seine Kraft wirkt nicht bedrohlich.

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Übung: Männer beobachten

Beobachte verschiedene Männer oder männliche Pferde. Auch wenn du selbst ein Mann bist. Beobachte ihre Eigenschaften. Wie führen sie sich auf? Sind sie hart, unsicher, weich ...usw. Versuche über den „Schein“ hinaus in das Innere wahrzunehmen. Wie wirken die verschiedenen Männer auf dich? Welche Männlichkeit zieht dich am meisten an? Wo fühlst du dich wohl?
 
Wie steht es um dein eigenes Männliche? Wie sieht dein männlicher Anteil aus? Falls du eine Frau bist: hast du einen männlichen Anteil oder verdrängst du ihn? Oder lebst du vielleicht sogar fast nur deinen männlichen Anteil, aber den Weiblichen nicht?

Wenn ich nicht weiss, welche Anteile ich in mir verdränge, und wo noch Krieg zwischen meinem Männlichen und Weiblichen besteht, kann ich nicht ganz werden.
Und das Pferd wird sich mir nicht so gern anvertrauen und sich von mir nicht beschützt fühlen.

In der nächsten Lektion schauen wir an, wie die Vereinigung des Männlichen und Weiblichen statt findet.

Bis dahin wünsche ich dir gute Reflexion!