La contraparte

Un interlocutor que no juzga, que te acepta tal cual eres, que te señala cómo vivir a pleno tu potencial: el caballo.

Probiere Aus: Lerne zuzuhören und nichts zu wollen

Zuhören ist eine Fähigkeit des Weiblichen. Zum Zuhören gehört, dass du Nichts-tun und Nichts-Wollen kannst. Meistens will man mit einem Pferd sofort etwas tun, es putzen und dann ausreiten gehen usw. Weil der menschliche Verstand in der Zeit verhangen ist und sich abhängig davon macht.
Dann verpasst du aber viele kleine oder auch grosse Anliegen der Pferde, weil du ihm nicht zuhörst. Es kann so kein Miteinander entstehen, da das Pferd im Inneren gar nicht wahrgenommen wird.

Nach innen wahrnehmen setzt das Zuhören voraus, und dies wiederum setzt das Nichts-tun voraus, zumindest am Anfang. Und dann tritt Stille ein. Erst wenn Stille eintritt, und du sie aushalten kannst, wirst du „hören“ können.
Du wirst erkennen, dass dein Pferd noch etwas anderes ist als ein „schöner Klumpen Muskeln und Haare“, den du gerne magst.
In diesem Körper drin ist jemand, der selbst gesehen werden möchte und dir die Möglichkeit gibt, dich zu sehen.

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Übung: Nach innen wahrnehmen

Stell oder setz dich neben das Pferd, bis du innerlich still wirst. Beobachte deine Gedanken, wie sie dir vielleicht sagen wollen, dass du etwas tun sollst. Gehe nicht darauf ein.
Schaue das Pferd an und schliesse dann die Augen. Und dann schaust du das Pferd mit deinen inneren Augen an. Die sind in deinem Herzen. Atme da hinein. Vielleicht siehst du dann ein Bild, oder du spürst etwas. Lass dir dafür Zeit und sei nicht frustriert, wenn es nicht gleich klappt. Übe einfach regelmässig weiter, und du wirst sehen, dass du immer ruhiger wirst und immer besser nach innen wahrnimmst. Vielleicht siehst oder fühlst du dein Pferd plötzlich als jemand anderen. Oder vielleicht spürst du dich plötzlich als jemand anderen.
Natürlich kannst du diese Übung auch mit einem Menschen machen.
 
Nimm danach in der Arbeit mit einem Pferd wahr, was du fühlst, während du etwas tust (z.B Reiten oder Bodenarbeit). Kannst du dich dann fühlen oder ist deine Aufmerksamkeit nur auf das Pferd gerichtet? Was fühlst du? Erlaubst du dir diese Gefühle? Haben sie einen Einfluss auf das Pferd? Achte darauf, ob du bestimmte Gefühle gar nicht fühlen möchtest, sowohl im Pferd als auch in dir. Hast du vielleicht sogar gelernt, vor deinem Pferd deine Gefühle zu verstecken?

Warum wir diese Übung machen? Damit du anfängst, alles in dir zu fühlen. Denn das Pferd fühlt alles und zwar sehr schnell. Je mehr du selbst fühlen kannst, was in dir und dem Pferd vorgeht, desto weniger "muss" es dein Pferd zeigen, denn es zeigt dir unter anderem deine unterdrückten Gefühle, die dir im Weg stehen für eine harmonische Beziehung sowohl mit einem Pferd als auch einem Menschen.
 
Schreibe deine Beobachtungen oder Fragen auf, wenn du magst und wir besprechen sie am Ende des Kurses.